Reisebericht


Fr 22.04.2022 Airolo CH
Der Nachmittag ist noch mit letzten Arbeiten an Haus und Hof und der Instruktion des Tiersitters gefüllt. So um 19 Uhr ist alles an seinem Platz und wir fahren los Richtung Gotthard. Das Nadelöhr wollen wir einmal mehr in der Nacht und möglichst ohne Stau hinter uns bringen.
Wir haben uns entschieden, heute der Realität ins Auge zu sehen und fahren in Spreitenbach auf die Waage. Die ist nach etwas suchen gut zu finden und dann kommt das Zittern.
Was soll ich sagen, noch heute sind wir einfach glücklich. Voll gepackt mit Wasser und allem, damit wir sicher 4 Wochen nicht waschen müssen stehen wir da, und haben noch Luft. Das hätten wir ehrlich nie gedacht. Aber das Optimieren an allen Stellen hat sich gelohnt! Und auch die Achslasten sind ok. Beschwingt und freudig fahren wir weiter.
In Affoltern stoppen wir erst mal. Hier erinnern wir uns an unsere letzte Reise und an Mike, den wir hier mitgenommen haben. Wir essen etwas und dann geht es weiter, ohne Stau durch den nicht enden wollenden Tunnel. Beim Platz angekommen gibt es eine grosse Baustelle und es gibt nur noch wenig Platz zu stehen. Und es stehen schon 2 Sunlight da. Wir stellen uns dazu uns sind froh, dass am nächsten Samstagmorgen die Bagger vermutlich nicht fahren.
Sa 23.04.2022 Castel Bolognese I
Zuhause losgefahren bei schönstem Frühlingswetter, wachen wir am nächsten morgen bei Nebel und immer mal wieder Regen auf. Nun was soll es, kennt man ja so vom Tessin 😉 Vor dem Zoll hat es keinen Stau, aber gleich in Italien erwartet uns Chaos und stockender Verkehr. Den Grund dafür können wir nichts feststellen. Die Fahrt auf italiens Autobahnen ist nicht super entspannt, aber man kann Kilometer machen. Mittags sind wir in I – Reggio Emilia. Was sind wir froh, dass wir nicht so lange Tagesetappen machen müssen. So 4 Stunden zum Strecke machen geht gerade so, auch wenn wir trotzdem müde ankommen. Wir wollen nach Castel Bolognese und fahren in Imola von der Autobahn. An einem Kreisel steht dann Polizei, die Strasse die wir fahren wollen ist gesperrt. Wir fahren die einzige Möglichkeit weg. Dann quer auf einer sehr engen Strasse, wo auf der Gegenseite Auto an Auto steht – wir können immerhin fahren, mit einem Reifen neben der Fahrbahn. Gut haben wir 2 Womos vor uns, die schon mal den Weg frei machen. Was für ein Chaos. Und plötzlich grosse Parkplätze mit Autos, viele Menschen und ganz viel rote Fahnen mit Pferdchen. Ach Imola, habe ich schon mal gehört im Zusammenhang mit Autorennen und so. Und dann sehen wir auch schon die Rennbahn und die riesigen Tribünen. Und hurra, wir mitten drin. 15 Minuten meinte Navi als wir von der Autobahn runter sind. Nach knapp einer Stunde sind wir dann beim Nachtplatz.
So 24.04.2022 Lido Campomarino I
Weiter geht es Richtung Meer. In Silvi verbringen wir den Mittag erst weiter vorne am Strand. Das ist ein schöner Ort. Da es aber recht windet gehen wir zurück zu den Häusern, wo wir ruhig und windgeschützt stehen.
Und dann fahren wir noch weiter nach Campomarino. Hier gleich 2 Mal blöd. Erstens steuern wir nicht den richtigen Platz an (was mir erst am nächsten Tag auffällt – ja die Technik und bist dann alles wieder eingespielt ist) und dann will unser Navi erst Hoch in einen Ort auf dem Hügel um unter der Bahnlinie am Meer durch zu können. Ehrlich, in Italien versagt das Navi echt oft soooo kläglich. Das in dem Ort auch noch ein Fest ist und ist, alles zugeparkt und die Durchfahrt gesperrt, erwähne ich nur am Rande. Den Platz erreichen wir dann irgendwann und werden eher unfreundlich empfangen. Laut meinen Angaben soll der Platz 10 Euro kosten, als Schweizer zahlt man wohl das doppelte. 3 andere Womos sind noch da. Wir stellen uns mit dem grösstmöglichen Abstand hin. Die nächste Nachbarin begrüsst uns gleich mit den netten Worten, dass ihre BordeauxDoge morde, wenn ihr etwas nahe komme. Na danke! Kein Hallo, nur das. Zum Glück sehe ich dann, dass man Hinten aus der Gitterumzäunung raus an den ziemlich vermüllten Strand kann. Aber immerhin. Wir merken wieder mal, einfach nicht so unseres, dass Campingplatzding. Achja unsere IDs nimmt die nette Dame auch noch mit – muss ja alles seine Richtigkeit haben für 20 Euro.
Mo 25.04.2022 Bari Fähre
Am Morgen als wir los wollen noch etwas Campingplatz-Freuden. Das Tor ist zu und weit und breit kein Mensch zu sehen. Nach gut 15 Minuten suchen kommt dann jemand aus dem Haupthaus und öffnet. Ja ich weiss, ich bin unentspannt, aber wenn ich gehen will, will ich das auch.
Wir wollen zum Mittag in der Nähe von Bari sein und fahren von der Bezahlautobahn. Sollte man nicht machen. Man fährt zweispurig 90, sehr viel Verkehr, und es kommen immer wieder Einfahrten mit quasi keiner Einspurstrecke. Meine Nerven…
Der Mittagsplatz am Meer ist ok, etwas seltsam zu erreichen und es ist sehr viel los. Mehrere Gruppen sitzen im schmalen Kiesschotter zwischen Strasse und Meer mit Tisch und Stühlen und sind einfach laut.
Die Fahrt bis zum Hafen verläuft recht entspannt und dauert auch nur noch 15 Minuten. Die Formalitäten sind sehr schnell erledigt. Es gibt einzig die Frage nach Impfung, man will noch nicht mal mehr irgendwas dazu sehen. Dann stehen wir im Hafen und warten. Um 17 Uhr sollen wir Richtung Schiff fahren. Es stehen gut 20 – 30 Wohnmobile mit uns da. Um 17 Uhr kommt langsam Bewegung in die wartenden und wir gesellen uns irgendwann dazu. Da die erste Reihe voll ist, werden wir links daran vorbei gewunken. Vor uns ein Van, ID gucken, weiter fahren. Van wird aufs Schiff gewunken, da sehen sie unseren Zettel und es wird in die andere Richtung gezeigt. Niemand ist so richtig bereit von den Einweisern. Wir fahren seitlich aufs Open Deck wo aber noch niemand ist der uns einweist. Wo sollen wir uns hin stellen? Irgendwann werden wir wahr genommen. Unsere Zettel sind gut zu lesen. Nur wo sollen wir hin? Wir entscheiden – ich will an den Rand mit etwas Aussicht. Und dann stehen wir da super entspannt als Erste. Neben uns füllt es sich langsam, Strom ist schon sehr früh da und wir sind um 17:30 eigentlich schon bereit. Um 19:34 legt die Fähre dann auch ab. Wir sehen einen wundervollen Sonnenuntergang und Blick auf das abendliche Bari. Ciao Italy.
Di 26.04.2022 Fanari1
Igoumenitsa empfängt uns super entspannt. Es ist zwar sehr früh am morgen. 6 Uhr Ortszeit und bei uns wäre es erst 5 Uhr. Ohne Corona ist das alles so entspannt – oder auch weil wir dieses Mal einen Plan haben und nicht gleich in die Berge fahren? Wir fahren ins Morgenrot, durch Nebelschwaden hindurch und kommen vor unserem Platz noch an der Bäckerei vorbei. 7 Minuten dauert es noch meint sie, bis das erste Brot aus dem Ofen kommt. Die Strassenhunde sind auch noch mit dem fressen des Altbrots beschäftigt, die Hündin scheint Welpen zu haben.
Und dann kommen wir in Fanari1 an. Der Sturm hat dem Ort ziemlich zugesetzt und vieles weggespült. Die alte Strasse ist weg, und da wo man früher stand, fährt man nun. So gibt es nicht mehr viel Platz zum stehen, aber ausser uns ist nur ganz vorne noch jemand. Wir stellen uns hin und schlafen nochmals eine Runde. Dann verbringen wir einen ruhigen Tag am Strand. Hin und wieder kommen Fischer oder Einheimische, um etwas am Strand zu sitzen. Und natürlich der Schäfer mit seinem Mofa. Und seine Hunde sind auch noch da – etwas andere Besetzung und 2 sind wohl im Welpen-/Junghundealter und bespielen den Strand. Die Hündin scheint auch bald Deckbereit, so wie die Rüden sich verhalten. Und die Spirale dreht sich weiter…
Mi 27.04.2022 Lefkada ¦ Aktio Vonitsa2
Nun geht es Richtung Lefkada, die Stadt und Insel, die uns so gefallen hat. Unterwegs wird der Kühlschrank noch gefüllt und wir machen Mittag und Siesta kurz vor der Insel.
Dann fahren wir unseren bekannten Parkplatz an. Bei der Einfahrt die Höhenbegrenzung die man umfahren kann Aber bei der Ausfahrt ist nun auch eine Höhenbegrenzung. Und es steht auch kein weiteres Womo da. Hmmm… Wir lassen unser Womo stehen und gehen in die Stadt, kaufen leider beim falschen Konditor ein (den richtigen sehen wir erst danach – sehen aber auch beide so gleich aus) Und Jürg kauft noch 2 ganz tolle Shirts. Dann beim Womo entschieden wir, dass wir doch nicht hier schlafen wollen und fahren an einen Platz in der Nähe. Kaum alles bereit für die Vorspeise, klopft die Polizei. Er labert was von Privat, ich frage ob wir noch erst essen können. Ein klares nein und der Hinweis, nur Campingplätze. Dann noch etwas Geplänkel, weil ich ein Foto von den netten Menschen machte. Ja dann, lösche ich halt (von Wiederherstellen weiss er nix). Eine Visitenkarte will er uns aber auch nicht geben, damit wir wissen mit wem wir es zu tun hatten.
Inzwischen ist es schon recht spät und kein Camping in der Nähe. Wir sind müde und entscheiden, auf Lefka gibt es offensichtlich keinen Platz mehr für uns. Tschüss du schöne Insel. Dieses Mal war es irgendwie nicht so toll.
Als wir in die Berge fahren, sehen wir noch den wundervollen Sonnenuntergang. Wir wollen aber die engen, kurvenreichen Strassen lieber noch bei etwas Tageslicht hinter uns bringen, und können das nur halb geniessen. Unterweg kommen wir auch noch an einem verlassenen, verfallenen Ort vorbei. Aber echt nirgends eine Stelle, wo man übernachten könnte.
Wir kommen dann noch bei etwas Licht an dem schönen Platz bei der Kirche an. Beim oberen Plateau stehen wir zu schief, also stellen wir uns unten hin und verbringen eine sehr ruhige Nacht, auch wenn die Strasse nahe ist. Hier kommt kaum jemand vorbei. Und kein einziger Strassenhund hier. Seltsam…
Do 28.04.2022 Paleros2
Wir geniessen den morgen an diesem schönen Ort, sitzen draussen, waschen Haare und geniessen einfach. Schön ist es.
Und dann geht es wieder runter ans Meer. Nur ein paar Minuten, aber nun sind wir etwas unschlüssig – so ein Polizeikontakt ist irgendwie doof und hinterlässt Spuren. Wir stehen am Strand und denken immer, kommt wieder jemand den es stört?
Es wird ein wundervoller Tag am Meer, die Hunde schwimmen, ich gehe so halb baden und Jürg spielt ein paar Songs am Meer. Wunderbar, so wie wir es mögen. Und auch hier wieder kein Strassenhund?
Fr 29.04.2022 Chalkia Nafpaktia
Morgens geht es im recht grossen Ort einkaufen.
Wenn man in der Bäckerei warten muss ist das ok. Wenn dann der Grieche, welcher einiges nach uns erst gekommen ist, ohne irgendein Wort der Erklärung vor uns bedient wird (ok zusammen haben sie gesprochen), dann kaufen wir unser Brot halt an einem anderen Ort. Da sind wir vielleicht schweizerisch? Wir finden, siga siga gilt für alle gleich. Und sonst einfach ein OK abholen, wenn es jemand eilig hat.
Dann will Navi auf die Autobahn. Navi ist überzeugt, dass es diese Autobahn bereits gibt. Ich bin sicher, das dauert noch mehrere Jahre, wenn nicht Jahrzehnte! Navis sind toll – manchmal, oder vielleicht auch meistens. In Griechenland ist unsere Nathalie öfters mal überfordert!
Hübsch ist auch das mit der doppelten Sicherheitslinie an der Küstenstrasse. Da will sie manchmal bis zu einer Stunde weiter um zu wenden, weil es vorher keine andere Möglichkeit gibt, wo man nicht über die doppelte Mittelinie fahren muss. Als ob in Griechenland das jemand kümmert?
In Griechenland trägt auch niemand einen Helm auf dem Motorrad. Das ist für uns ein ungewohntes Bild.
Wir finden unseren Weg auch ohne nicht vorhandener Autobahn. Vor dem Platz, den wir ja schon in bester Erinnerung haben, tanken wir noch Wasser. Hier waren wir ja schon mal und so wissen wir, was uns erwartet – vielleicht sogar eine Schildkröte? Da es recht windig ist, wird man vom Meer auch noch etwas nass – spezielle Wasserstelle. Als wir in der tollen Bucht ankommen, steht da ein Polizeiauto. Ja auch Polizisten machen mal Pause. Ich entscheide runter zu gehen und zu fragen, ob wir stehen dürfen. Klar gibt es ein Schild Zelten und Wohnwagen verboten, aber das sind wir ja nicht. Sie diskutieren echt ne Minute und entschieden, nein. Als ich frage und oben ok ist, wieder etwas Diskussion. Wie lange? Nur eine Nacht… OK das geht. Ja und dann stehen wir da, mit dem Segen der Polizei. Wären sie nicht da gewesen, es hätte sicher niemand gekümmert. Später kommen dann noch Niederländer, stellen sich erst runter aber fragen dann sehr höflich, ob sie sich neben uns stellen können. Natürlich, wer so nett fragt! Da stört auch das Kinderschreien nicht. Aber der laufende Motor, ich nehme an zum Kochen – ja „unnötig“ laufende Motoren triggern mich! Kauft euch doch eine neue Batterie oder löst das Stromproblem sonst wie, bitte.
Sa 30.04. – So 01.05.2022 Vouprasia
Heute geht es also auf die Halbinsel Peloponnes. Wir nehmen die Brücke, einfach weil es am einfachsten ist. Die Variante mit der Fähre wäre günstiger, aber wir wollen jetzt einfach schnell rüber.
Patras ist eine richtig grosse Stadt und ich habe immer wieder mal von Einbrüchen gelesen. Und überhaupt ist es uns nicht nach Grossstadt, aber einkaufen gehen wir noch.
Und dann wird es weniger besiedelt. Wir fahren über grosse Felder, wo die Erdbeerernte begonnen hat und durch ein grosses Waldgebiet mit einer langen, geraden Strasse. Ein paar Strassen gehen Richtung Meer. Nicht jede davon ist auch wirklich für Autos geeignet, von Womo ganz zu schweigen. Wir wollen aber ganz nach vorne. Also einmal mehr nicht unbedingt machen, was das Navi sich so überlegt. Hinter den Häusern bei Paralia Kounoupel geht es dann wieder ein Stückchen zurück.
Hier sieht man dann wieder einige Spuren von den Stürmen in der letzten Zeit. Und so muss man etwas schauen wo man fahren kann, damit man nicht stecken bleibt. Vorne macht es Sinn, erst zu schauen, ob der Platz besetzt ist. Sonst hmuss man sehr eng rückwärts fahren. Vorne waren ein paar Jungs mit Motorrad und Zelten. Wir haben uns dann auf die Ebene dahinter gestellt und es dort sehr genossen, wenn auch ohne Meersicht.
Die Deutschen, die ganz oben standen, haben sich dann ach als „Platzwarte“ entpuppt und uns gleich unseren Tarif durchgegeben. Sie sind nämlich befreundet mit dem alten Mann der dort wohnt, darum dürfen sie alles und wir nichts. So ist das! Und früher war alles besser, als sie da alleine waren. Und natürlich hat es überall Aspest in der Erde, weil die da abgebaut wurde. Wir haben dann geschaut immer möglichst viel Abstand zu lassen, machen wir aber sowieso.
Dafür hatten wir eine echt wundervolle Begegnung mit dem ostdeutschen Paar beim vorderen Platz, die wir auf einem Strandspaziergang kennengelernt haben. Das war so schön, von ihren Erlebnissen zu hören und wie das für sie ist, so zu reisen. Und eine Wasserschildkröte, die vor längerer Zeit am Strand gestorben ist, haben wir auch noch gesehen.
Wir verbringen hier 2 wundervolle Tage und ich backe mein erstes Unterwegsbrot – Zuhause habe ich ja schon den einen oder anderen Versuch gemacht. Es ist soo lecker! Backofen braucht man wirklich nicht – der Omnia macht das toll und man kann die Wärme auch gut draussen lassen, wenn man z.B. einen Kartuschenkocher hat.
Mo 02.05.2022 Kastro
Weiter geht es der Küste entlang. Wir kaufen beim Gemüsehändler unterwegs ein und dann sind wir schon am Platz. Wieder einer, wo die Schäden an der Küste durch die Stürme sehr deutlich werden. Ist nicht schön anzusehen, wenn auch spannend.
Sehr spät in der Nacht kommen noch 2 Deutsche Wohnmobile. Ja man kann spät nach Mitternacht ankommen. Man kann sich dann auf einem riesigen Platz gut abseits stellen und miteinander noch ein Bier draussen trinken, wenn man noch voller Freude ist, endlich in Griechenland angekommen zu sein. Stört dann auch keiner. Man kann sich aber auch 3m neben uns stellen und dann noch das Adrenalin von der Anreise rausbrüllen.
Wir waren dann am Morgen natürlich leise, wussten ja das sie erst spät Schlaf gefunden haben. Wenn diese Menschen dann aber denken, über unsere Hunde herziehen zu müssen (Hunde gehören nämlich nicht an den Strand – wissen auch alle Strassenhunde), bin ich nicht mehr lächelnd. Aber wir haben ihnen rasch schöne Ferien gewünscht und sind weiter.
Di 03.05.2022 Kato Samiko
Heute ist unser Ziel Olympia. Es ist bestes Wetter und wir geniessen diese wundervolle griechische Landschaft. Das Landesinnere ist einfach herrlich und bietet so viel. Klar ist das Meer halt das Meer, aber es lohnt sehr, auch immer wieder ins Landesinnere zu fahren.
Olympia ist wirklich eine Reise wert. Es gibt für unser Gefühl erstaunlich wenig Parkplätze. Es war aber auch erstaunlich wenig los. Wir konnten unser Womo in einer Parallel-Strasse zur Hauptgasse abstellen, wo wir auch für die Hunde Schatten hatten. Und dann muss man ein paar hundert Meter laufen, um zum Eingang zu kommen. Hunde sind übrigens auf den Gelände nicht erlaubt.
Die Anlage ist gerade im Frühling mit den blühenden Bäumen sehr schön und man kann sich die Überbleibsel von Nahe ansehen. Aber die Bilder geben euch einen guten Eindruck denke ich.
Für die Nacht fuhren wir wieder an den Strand. Ein schöner Platz, ein schöner Strand, kaum was los. Auch wenn es auf der anderen Seite des Häuschens etwas gab, das ein bisschen stellplatzmässig aussah. Und 2 Wohnmobile haben sich auf die Rasenfläche des „Parks“ gestellt. Wir wollten aber nicht über die Gehwege fahren und zu nahe wäre es uns dann auch gewesen. Ob es WC oder Wasser gab können wir nicht sagen, weil wir es einfach nicht getestet haben.
Mi 04.05.2022 Kalo Nero1
Wir fahren nach Kalo Nero1. Dort stehen die Wohnmobile schon nahe beieinander und uns ist da einfach zu viel los. Wir fahren ein paar Meter weiter vor nach Avlonas. Hier gibt es eine wundervolle Aussicht. Nur ein Zugang zum Meer ist nicht möglich und so fahren wir etwas in die andere Richtung am Strand entlang und finden bei Kalo Nero unseren Nachtplatz. Hier soll man übrigens Ende Mai, Anfangs Juni Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten können. Interessanter Weise zeigt das Netz aber keine Bilder. Vielleicht auch einfach, um nicht Menschenströme anzulocken? Aber auch wenn wir keine Schildkröten sehen, ist es einfach schön hier. Am Morgen mache ich mich noch auf an den Strand und sammle Müll. 12 volle Windeln und so einiges anderes finde ich und fülle einen grossen Abfallsack. Ich vermute, die Windeln haben Hunde am Strand verteilt. Es sind halt nicht nur die Menschen, die dafür verantwortlich sind. 2 griechische Spaziergängen haben sich bedankt. ↑
Do 05.05.2022 Androusa
Heute wollen wir ins Landesinnere zur Ausgrabungsstätte Messene.
So wie ich mir das vorab angesehen habe, soll die ganz interessant sein und vielleicht nicht so überlaufen. Die Strassen ins Landesinnere sind sehr gut, die Landschaft wunderschön und jedes Mal denke ich, sollte man öfters machen. Auf der Fahrt müssen wir durch Meligalas, und hier ist einfach kein Durchkommen. Es ist Mittagszeit und die „Hauptstrasse“ rechts weg ist zugeparkt, dass die Kurve nicht zu kriegen ist. Ja und dann die nächste Strasse rechts – ohjeeee die Situationen die man nicht haben möchte. Irgendwann stehen die Häuser so nahe beieinander, dass auch mit eingeklappten Spiegel kein Durchkommen ist. Wenden natürlich auch nicht möglich. Prinz manovriert unser Tuk aber sicher zurück. Nur das zurück ist dann auch wieder so eine Herausforderung wegen Wendekreis und hohem Randstein. Gut, ist kaum ein Auto unterwegs und der eine Grieche einfach entspannt.
Zurück auf der Hauptachse fahren wir weiter bis zum Meer und dann rechts. Die Strasse ist asphlatiert, kein Verkehr und es geht ziemlich den Berg hoch. Und dann auf der anderen Seite wieder runter… Ohje, durch die Gassen einen kleinen Ortes am Hang. Und auch da stehen Autos an der Strasse. Einer baut an seinem Haus, das Auto davor und guckt uns gelassen zu, wie wir nochmals zurück setzen um an seinem Auto und der Häuserecke vorbei zu kommen. Etwas gescheiter parken hätte das alles so leicht gemacht, aber ging ja. Und dann kamen wir runter ins Dorf Mavromati und sehen die Reisecars. Die Ausgrabungsstätte sieht wirklich sehr spannend aus, aber da stehen mindestens 10 Cars, die ihre Mitfahrer ausspucken. Wir entscheiden, das geben wir uns nicht. Also soll es zum Platz bei der Byzantischen Kirche gehen. Den ersten Teil der Strasse fahren auch die Busse. Und dann sind wir schon bei der Kirche – ist die schööön! Und der Platz so unglaublich ruhig.
Das wird ein wundervoller Rest des Tages und wir machen auch noch ein hübsches Video.
Freitag 06.05.2022 Messinia2
Heute ist der Himmel etwas bedeckt und es windet. Wir besuchen Kalamata, was uns wieder mal in eine tolle Fahrsituation bringt. Der Parkplatz an der Hauptstrasse ist Parkverbot, auch wenn hier viele stehen. Und es hat viel Verkehr. Die Hunde lasse ich lieber etwas weniger im Trubel. So wollen wir einfach auf die andere Seite des Flusses. Die Durchfahrt ist aber so zugeparkt, dass wir plötzlich nur noch mitten in den Ort könnten. Aussteigen, winken, rückwärtsfahren, Stress und Adrenalin und dann haben wir das Ziel erreicht. Ob es sich gelohnt hat? Die Stadt ist hübsch und sicher ein Besucht wert.
Später stehen wir dann erst am Strand an der Strasse, wo aber hin und wieder ein Auto kommt. Wir fahren weiter vor auf den Parkplatz direkt am Strand bei der Wasserstelle. Später kommt noch die Polizei und stellt sich ca. 20m neben uns hin. Erst denken wir, was nun kommt. Die machen aber einfach Pause, schwatzen und fahren dann nach ner guten Stunde weiter.
Sa 07.05. – So 08.05.2022 Voria Kinouria
Heute queren wir die Halbinsel und fahren vom Süden rüber zum Argolischen Golf. Habe ich schon gesagt, dass in Griechenland auch das Inland unglaublich schön ist? Den Mittag verbringen wir wieder etwas abseits der Strasse bei einer Kirche. Was für eine wundervolle Blütenpracht es hier zu sehen gibt.
Die Umfahrung von Astros war etwas speziell und eng, war aber zu meistern. Vermutlich hat unser Navi auch einfach wieder eine tolle Idee gehabt? Die Zufahrt zum Strand ist gut zu fahren, wenn man beachtet, bis nach Arkadia zu fahren und erst dort Richtung Strand zu fahren. Dann ist es einigermassen ausgeschildert. Nicht irritieren lassen – man fährt teilweise in einem ausgetrockneten Flussbett. Ist aber wie ne normale Strasse zu fahren. Und dann fährt man durch Olivenhaine und kommt an diesen wundervollen Strand. Hier ist es auszuhalten. Wir sind nicht alleine, aber es gibt so viel Platz, dass man sich einzig freundlich grüsst. Es gibt einen kleinen Hügel zu besteigen und Prinz macht etwas Musik am Strand. Und ich backe einen Omnia-Dinkel-Zopf. Toll ist er geworden.
Mo 09.05.2022 Asini
Heute besuchen wir Nafplio. Hier ist ziemlich was los und der riesige Parkplatz beim Hafen ist gut voll. Aber vor allem scheint das hier das Ausflugsziel für Schulklassen im Teenageralter zu sein. Da geht es ganz schön laut zu und her. Der Ort selber ist aber wirklich sehr schön! Es lohnt sich, nicht nur die Hauptgasse entlang zu gehen – aber das ist ja eigentlich immer so.
Die Anfahrt zu unserem Nachtplatz ist dann wieder ziemlich besonders. Um Nafplio ist schon einiges los an Besiedlung und Tourismus. Und dann fährt man ab von der Strasse, fährt Richtung Meer und steht plötzlich an einer Steilküste. Da führt eine sehr gute Strasse runter und dann steht man da am langen Kiesstrand.
Ich will mit Lou noch bis vorne zu der Kirche laufen, aber leider ist diese nur mit dem Boot zu erreichen. Dafür sehe ich das Auto, welches von der Strasse abgekommen ist. Irgendwie schräg und mahnend, wie es da am Fels hängt.
Und dann backe ich noch den wohl leckersten Erdbeerkuchen. britzi3122 hat mich auf die Idee gebracht. Und weil es so leckere, wundervolle Erdbeeren gibt, musste ich einen solchen Kuchen backen. Der ist echt einfach und schnell zubereitet. Das Rezept gibt es hier .
Di 10.05. – Mi 11.05.2022 Ermionida
Weiter geht die Reise und auf unser heutiges Ziel freue ich mich ganz besonders! Es ist sicher keine herkömmliche Sehenswürdigkeit. Das was ich davon schon mitbekommen habe, ist es aber sowas von mein Ding.
Erst geht es aber durch wundervolle Landschaft in die Berge. Und wir sehen unsere erste Schildkröte auf dieser Reise. Was für ein grosses Tier. Und da sie neben der Strasse ist und hier sowieso niemand fährt, kann ich nur gucken. Dann kommen wir an den Doline von Didyma vorbei. Das sind eingebrochene, ehemalige Karsthöhlen, ziemlich eindrücklich. Und dann geht es runter zum Strand, vorbei an dem besonderen Lost Place! Ein ehemaliges Hotel, an einem traumhaften Strand. Nicht nur, dass man wundervoll stehen kann, dass Wasser türkis leuchtet und die weissen, runden Marmorkieselsteine angenehm zum Sitzen und Liegen sind, nein es gibt soooo viel zu sehen. So bleiben wir hier 2 Tage, baden, gucken und drehen noch ein Video. Aber seht euch selber die vielen Bilder an, auch wenn sie nur einen Teileinblick geben. In Worte fassen kann man das aber nicht. Ein Ort, wo ich immer und immer wieder hin möchte in einer sehr schönen Region.
Fahrt durch die Berge
Der Platz zum sein
Das Hotel – Ort der grenzenlosen Entdeckungen
Do 12.05.2022 Poros4
Weiter geht es, aber nicht weit. Einfach ein bisschen der Küste entlang. Hier ist es nicht stark besiedelt und es ist wenig los. In einem Ort gibt es Wasser, und dann beginnt schon die Anfahrt zum Platz. Ob wir wirklich richtig sind? Wenden geht auf jeden Fall nicht und der Holperweg verspricht eigentlich einfach irgendwann zu Ende zu sein. Aber dann sind wir an diesem schönen Plätzchen beim verlassenen, grossen Haus. Ist das hier schön! So abgelegen es ist, kommen von einem Segelschiff mit dem Dingi ein paar Jungs und später noch ein griechischer Schönling. Was der wohl hier will? Er zieht sich einen Taucheranzug an und verschwindet im Meer. Und er ist auch echt lange unterwegs. Als er zurück kommt, hat er ein paar wundervoll schillernde Fische an seinem Gurt. Das Nachtessen ist gesichert. Er erzählt, dass er für einen Auftrag in der Region ist, sonst aber in Athen lebt und genau das hier liebt. Unser Bierangebot nimmt er dankend an.
Bei uns gibt es zur Feier des wundervollen Tages einen leckeren Erdbeerkuchen.
Fr 13.05.2022 Asklipieio
Wir fahren weiter entlang der entzückenden Küste mit blühendem Oleander und Ginster, vorbei an der schönen, aber doch sehr touristischen Insel Poros. Auch wenn das Wetter heute etwas durchzogen ist, leuchten die Farben.
Heute ist wieder mal Geschichte angesagt. Wir wollen nach Epidauros. Der riesige Parkplatz lässt vermuten, was da auch los sein kann. Das Theater ist aber auch wirklich beeindruckend, wenn auch gerade etwas überfüllt mit verschiedenen Schulklassen. Und die Anlage ist riesig und bietet wirklich viel zu sehen.
Gegen Abend fahren wir wieder mal auf einen Parkplatz bei einer Kirche. Ist das hübsch hier. Und die Kirche – wow! In ihrer einfachen und doch prunkvollen Art einfach hübsch. In der Nacht kommt dann noch ein Womo mit Kindern. Klar geben wir anderen Sicherheit, aber sowas von. Nur wenn die Kinder dann um 6 Uhr morgens draussen Party machen, muss das doch nicht zwingend um unser Womo sein, wenn es so viel Platz hat? Spannend, man trifft sie einfach immer wieder, die kuschelnden Wohnmobilisten.
Sa 14.05.2022 Nafpaktia
Heute wollen wir uns den Kanal von Korinth ansehen. Der ist zwar seit längerer Zeit nicht mehr zu durchfahren, aber dennoch echt beeindruckend. Es hat doch einige Leute vor Ort und wir entschieden uns für Masken. Wir haben aber auch keine Probleme damit und warum nicht mit.
In der Nähe kann man auch gut stehen, aber es ist sehr heiss, kein bisschen Schatten und so fahren wir weiter.
Die Nordküste des Peloponnes ist extrem dicht besiedelt, ein Ort folgt dem Nächsten. Wir schauen uns ein paar Plätze an, aber so richtig gefällt es uns hier nicht. So entschieden wir uns, Strecke zu machen und schon heute die Insel zu verlassen. Unser Nachtplatz ist am Strand auf Kies mit schönster Meersicht. Gegen Abend kommen einige Griechen zum Schwimmen. Und wie ich dann sehe, bin ich nicht die einzige, die etwas dafür tut, dass der Platz nicht zugemüllt ist. Danke allen und mein Dank für die schönen Plätze.
So 15.05.2022 Menidi
Heute geht es durchs Landesinnere zum ambrakischen Golf. Ich bin nicht sicher, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber Griechenland und Navi ist manchmal spezielle. Nun will das Navi auf eine Autobahn, aber da ist definitiv und absolut nichts, ausser 2 Stallungen für Schafe und Ziegen. Und zwar weit und breit und auch nicht in den nächsten Jahren. Wir finden unseren Weg und kommen in Medini an. Echt schmuck hier und es ist heute Markt. Ok, das macht es ein bisschen schwierig, an den Autos vorbei zu kommen, aber das geht und wir finden ein Plätzchen unter einem Baum. Wir durchschlendern den Markt, kaufen Erdbeeren (muss wieder ein Kuchen gemacht werden?) und geniessen den Ausblick. Am Nachmittag stellen wir uns dann weiter vor zu den anderen 2 Womos direkt an den Strand. Ziemlich was los hier, Womo an Womo und die meisten scheinen fast hier zu wohnen. Wir verhalten uns zurückhaltend und stellen nix raus, geniessen aber das Bad im Meer. Jürg ist auch noch zu Fuss die Landzunge vor um zu schauen, ob es da was zum stehen gibt. Aber entweder besetzt oder keine Möglichkeit mehr zu wenden.
Mo 16.05. – Di 17.05.2022 Koronisia
Der nächste Platz wäre nicht so weit, würden wir übers Meer fahren. Und auch so ist es nicht wirklich weit, aber doch ein grosser Unterschied. Dafür finden wir in Arta noch die Möglichkeit einzukaufen.
Und dann, dann sind wir an einem unserer liebsten Plätze dieser Reise. Wie wundervoll. Die Fahrt zum Platz ist schon grandios und besonders, entlang der Lagunen über verschiedene Landzungen.
Am Ort selber steht schon ein Womo. Und Hunde… wie immer ist das für uns auch etwas Stress. Schlussendlich entsteht daraus eine grosse Liebe. Die kleine Nema wäre wirklich von grösse, Farbe und Art unser nächster Hund. Einfach erst in 1, 2, 3 oder lieber 10 Jahren. Ihr Kumpel, der Riese, hat mir eher Respekt ausgelöst. Als er mich noch anspringt und grösser als ich ist, bin ich echt etwas unsicher, ob das gut kommt, wenn die Mädels ihn anzicken. Aber was soll ich sagen? Ach guckt euch doch die Bilder an. Sogar sein entzündetes Auge durften wir verarzten.
Der Abschied machte uns wirklich Herzschmerzen.
Nema kam irgendwann blutend bei uns an. Sie hatte sich eine Kralle angerissen. Aber viel machen konnten wir nicht, ausser desinfizieren. Und als sie dann mit dem Riesen spielte, schrie sie auf und rannte davon. Wir vermuten, es hatte mit der Kralle zu tun und der Schmerz hat sie mit uns verknüpft. Auch Stunden später rannte sie weg, als wir ihr noch Futter bringen wollten. Schon extrem, wie stark die Verknüpfung ist und ein Beispiel, warum Training über Strafen einfach nur dumm ist. Wer weiss schon, welche Verknüpfung gemacht wird?
Wir sassen nur da und guckten den Beiden aus Distanz zu. So viel uns aber der Abschied vom traumhaften Ort mit Pelikanspektakel und Hundeliebe nicht ganz so schwer.
Erster Tag
Tag 2
Mi 18.05.2022 Kalamaki Beach
Nach der Weiterfahrt wieder mal eine besondere Anfahrt zum Platz. Naja, war das jetzt dieser Platz, wo man nicht nach Google fahren soll, oder war der schon vorher mal? Es folgt ein Erlebnis, von dem man immer wieder erzählt, dass aber auch niemand braucht. Lange, enge Strasse, Sackgasse mit eingezäunten Häusern und auch bei allen Versuchen keine Möglichkeit zu wenden. Also gut 500m rückwärts um die Häuser rum und dann sehe ich in einem Olivenbaumfeld eine Möglichkeit zum Wenden. Also rückwärts rein ins Feld, wenden und hurra geschafft. Schaut euch das Bild an, wo das Navi uns durchführen wollte. Noch nicht mal zu Fuss wäre der schmale „Bachlauf“ toll gewesen. Wir haben aber zum Glück nicht aufgegeben. Und dann sind wir wieder an einem Lieblingsplatz. Wie wundervoll es hier ist. Strand, weisse, runde Marmorsteine, türkis Wasser und wir sind einfach alleine.
Baden, Hunde bespassen und Lous 12. Geburtstag feiern. Einfach perfekt. Wir entschliessen, nochmals eine Nacht hier zu bleiben. Es ist einfach so schön. Auf dem Spaziergang der Strandstrasse entlang sehen wir, dass hier noch einige weitere Plätze wären. Zwar direkt an der Strasse, aber es fährt ja kein Auto hier vorbei. An einem Ort gibt es ein Schild mit der Bitte, den Strand sauber zu halten. Der ist übrigens auch wirklich sauber!
Und wir verbringen einen weiteren wundervollen Tag mit sein und den Dingen, die wir mögen. Zum Sonnenuntergang gibt es noch etwas Regen – das findet die Natur grossartig.
Do 19.05.2022 Fähre Igoumenitsa – Bari
Wir verbringen noch einen wundervollen Tag an einem unserer neuen Lieblingsplätze. Wie wundervoll es hier ist. Baden, sein, geniessen.
Gegen Abend fahren wir nach Igoumenitsa. Unterwegs auf der Schnellstrasse sehen wir noch eine Schildkröte. Prinz fährt sofort auf die Seite, Warnblinker rein und ich bin schon ausgestiegen und renne das Stück zurück. Kurz ein Blick nach links und rechts (gut ist kaum Verkehr) und schon habe ich die Schildkröte in meinen Händen. Ich finde einen Ort, wo die Schildkröte nicht durch Mauern aufgehalten wird und Rettung Nr. 2 auf dieser Reise ist geglückt. Wie schön!
Wie meist bei Fährfahrten sind wir zu früh, auch oder gerade weil wir wissen, was uns alles erwarten kann. Der grosse Parkplatz ist abgesperrt und die anderen Plätze sind belegt. Das Check-In geht schneller als beim letzten Mal, gibt es inzwischen ja keine Corona-Formulare mehr zu prüfen. So stehen wir länger vor dem Hafengebäude und geniessen unser Nachtessen. Die Abendsonne taucht alles in ein schönes Licht und so wird dieser Ort schon fast hübsch. Wir entschliessen uns zu schauen, ob wir diesmal gemeinsam rein fahren können, ich habe aber auch schon alles gepackt für den Fall das ich zurücklaufen muss. Alles kein Thema – ich zeige dem Zöllner alle grösseren Räume, schütze ihn vor den Hunden, die ihm Angst machen und dann sind wir schon auf dem Gelände. Geht doch, auch ohne Schikane.
Dann heisst es warten, in Reihen verteilt werden, und wieder warten. Mit ein bisschen Verspätung kommt die Fähre – leuchtend und rauchend. Ein spezielles Bild. Und dann fahren wir wieder als Erste aufs Schiff. Strom einstecken und dann geht es recht lange, bis wir unterwegs sind. Da es bereits nach Mitternacht ist, ist im Dunkeln nichts Spannendes zu sehen und so sind wir schon bald bereit zum schlafen.
Fr 20.05.2022 Fano1
Die Nacht ist eher kurz. Man wird auch rechtzeitig geweckt um noch Frühstück zu konsumieren. Und so gibt es ein Morgenhallo mit den Nachbarn. Die Fähre scheint ziemlich voll – so richtig weiss ich es nicht, den durch die sehr schmalen Korridore zwischen den LKWs zu gehen, ist nicht so toll. Ausgeruht sind wir in Bari dann die letzten, die vom Deck fahren können. Alles bestens und so sind wir bschnell schon auf der Autobahn und machen Kilometer.
Kein Stau, nix. Aber auch irgendwie kein Platz am Meer, wo wir mit den Hunden raus wollen. Der Küstenbereich in Italien ist schon sehr besonders. Da ist alles so dicht an dicht, Strasse und Eisenbahn. Wir finden noch eine Möglichkeit um einzukaufen, finden aber kaum Dinge aus Kamut, auch kein Mehl. Aber immerhin, ein bisschen Wein, ein bisschen Pasta.
Dann heisst es schon wieder bye bye Meer sagen. Ist für mich jedes Mal ein Abschied, aber zum Glück meist nicht für so lange. Und die Küste von Italien macht es mir immer etwas leichter als sonst. Und dann sind wir schon im Landesinneren. Fano scheint ein sehr schönes Städtchen zu haben. Der Stellplatz ist sehr voll und wir ergattern den letzten Platz – wobei auch schon einige sich an alle möglichen Orte hingestellt haben. Die offiziellen Plätze sind auch nur wenige. Das nutzen der PKW-Plätze wird offensichtlich toleriert. Und für uns ist ein PKW weggefahren.
Da es sehr warm ist und wir auch recht müde sind, bleiben wir mit den Hunden beim Tuk. Wir vermerken aber, dass es durchaus ein Ort ist, den man nochmals besuchen könnte.
Sa 21.05.2022 Airolo
Wir kommen gut voran und sind dann schon bald in Airolo. Nochmals ausruhen, bevor wir dann Zuhause ankommen.



