Ayutthaya

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Ayutthaya liegt 70 Kilometer von Bangkok entfernt. Die Stadt liegt im zentralthailändischen Becken des Chao-Phraya-Flusses und wurde zur Blütezeit auch Venedig von Asien genannt und war Hauptstadt des Königreichs Siam. Siam, bis ins 19. Jahrhundert ein Gebiet ohne feste Grenzen, war nicht nur das heutigen Staatsgebiet von Thailand, sondern auch Teile von Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar und Vietnam. 417 Jahre bestand das Königreich, 33 Könige waren auf dem Thron und 4 Hauptstädte hatte es. Sukhothai von 1238 bis 1351, Ayutthaya bis 1767, Thonburi bis 1782 und danach Rattanakosin/ Bangkok.

Mit 3 Königspalästen, 375 Tempelanlagen, 94 Stadttoren und 29 Forts und knapp 1 Million Einwohnern war Ayutthaya damals eine der prachtvollsten Städte Asiens. Über 30.000 Priester wachten über die Schätze aus vielen tausenden, zum Teil massiv goldenen Buddhastatuen.

Ayutthaya trieb Handel mit China, Vietnam, Indien, Japan und Persien, später auch mit Portugal, Spanien, Holland und Frankreich. Der Handel florierte und es war das kosmopolitische Handelszentrum mitten in Asien. Aber auch Kunst, Architektur und Malerei hatte eine Blütezeit in der Stadt.

Burmesen-Invasion im Jahre 1767

Anfangs 1766 tauchten die Birmanen vor Ayutthaya auf und begannen eine einjährige Belagerung. Der König bot die Unterwerfung Ayutthayas an, doch die Birmanen wollten die völlige Vernichtung. Nach einem verheerenden Brand innerhalb der belagerten Stadt, der angeblich 10.000 Häuser vernichtet haben soll, flohen viele heimlich. Im April 1767 fiel Ayutthaya, ein Teil der Stadtmauer stürzte ein und die Birmanen konnten die Stadt stürmen. Es folgten Plünderungen, Zerstörungen und fast allen Buddhafiguren wurden die Köpfe abgeschlagen. Die Stadt war danach Menschenleer.

Der König war auf der Flucht ums Leben gekommen und der Thronfolger im Kampf gefallen. Das Königreich Siam verfiel ins Chaos und die Lage der Bevölkerung war katastrophal. Provinzen erklärten unter abtrünnigen militärischen Führern, machthungrigen Mönchen oder jüngeren Mitgliedern der königlichen Familie die Selbstständigkeit.

Ein General, der spätere König, wusste jedoch mit geschickter Diplomatie und dem Aufbau einer starken Armee die drohende birmanische Unterwerfung zu verhindern. Er gründete in Thonburi rund 80 Kilometer flussabwärts von Ayutthaya, eine neue Hauptstadt. Damit war die über 400 jährige Geschichte von Ayutthaya beendet.

Die thailändische Kulturbehörde  begann 1956 mit der ersten Phase der Restaurierung der Ruinen. Im Jahr 1976 wurde das Gebiet zum Geschichtspark erklärt, was die weiteren Restaurierungsarbeiten beschleunigte und1981 wurde der Park in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die bedeutendsten Tempel von Ayutthaya befinden sich im Geschichtspark.Durch den Zusammenfluss der Flüsse Chao Phraya, Lop Buri und Pa Sak entsteht eine Flussinsel, auf der sich der Geschichtspark befindet. Kleine Fähren und Brücken verbinden die Flussufer miteinander. Vor allem im zentralen Bueng Phra Ram-Park (Rama-Park) liegen viele bedeutende Tempel. An vielen Tempeln werden Eintrittsgebühren von 50 – 200 Baht verlangt. Es gibt aber auch kostenlose Anlagen.

Wat Mahathat

Der hohe Tempelturm war lange gut erhalten, wurde aber nach einem Einsturz 1911 nicht wieder aufgebaut. Chedis und Buddha-Statuen aus dem 17. oder 18. Jahrhundert lassen heute den einstigen Glanz der Anlage erahnen. Besonders bekannt ist diese Anlage wegen dem Buddhakopf, der in einen wundervollen Baum eingewachsen ist.

Eintritt 50 Baht


Wat Ratchaburana / Wat Ratburana

Vom restaurierten Prang des Wat Ratchaburana hat man einen guten Blick auf die Stadt. Auch nachts ist die geschlossene, schön beleuchtet Anlange von aussen hübsch anzusehen. Diese Anlage steht gleich neben Wat Mahathat und öffnet bereits eine halbe Stunde früher. So lässt sich das sehr gut bei einem Besuch kombinieren.

Eintritt 50 Baht


Wat Phanan Choeng

Der Name phanaeng choen stammt aus der Khmer-Sprache. Er bedeutet, „sitzen mit übereinandergelegten Beinen“.

Imposant ist die 19 Meter hohe, vergoldete Buddha Statue aus dem Jahr 1334, die eine der grössten alten Buddhastatuen des Landes darstellt. Sie hat eine Kniespannweite von mehr als 20m.

Eintritt 20 Baht


Wat Phutthai Sawan

Der Legende nach soll hier auf dem Gebiet des heutigen Tempels Phra Chao U Thong, der spätere König sein Lager aufgeschlagen haben, bevor er seine Hauptstadt Ayutthaya gründete. Wahrscheinlich hat er hier auch bis zur Fertigstellung seines Palastes im Jahre 1353 seinen temporären Wohnort gehabt.

Das wichtigste Bauwerk ist im Zentrum der Prang, dessen Form an einen Maiskolben erinnert und der zum Symbol der Klöster aus der frühen Ayutthaya-Periode wurde. Zudem gibt es ein schönen Viharn mit einer großen liegenden Buddha-Statue ohne Gold und Brimborium, nur mit Tüchern „bekleidet“.


Wat Chai Watthanaram

Wat Chai Watthanaram, ehemals ein Tempel der Königsfamilie, ist eine grosse Anlage. Hier wurden vom König und seinen Nachkommen religiöse Zeremonien ausgeführt, unter anderem Kremationen verstorbener Prinz:essinnen.

Der Grundriss widerspiegelt das buddhistische Weltbild. Der in der Mitte stehende, grosse „Prang Prathan“ symbolisiert dabei den Berg Meru, der die zentrale Achse der traditionellen Welt darstellt. Um ihn herum liegen die vier Kontinente (die vier kleineren Prangs), welche in den vier Himmelsrichtungen im „Weltenmeer schwimmen“. Auf einem der Kontinente, der Chomphutawip genannt wird, leben die Menschen. Der quadratische Kreuzgang ist die äussere Begrenzung der Welt durch die „Eisenberge“.

Eintritt 50 Baht


Weitere Wats und Erläuterungen

https://en.wikipedia.org/wiki/Ayutthaya_Historical_Parkhttps://faszination-suedostasien.de/ayutthaya-sehenswuerdigkeiten/

Chao Phrom Market

Authentischer Markt mit Gebrauchsgüter, Kleider und Lebensmittel. Da sind auch lebende Tiere (Fische, Krebse) und Dinge wie Kröten mit aufgeschnittenem Bauch und viele Schweineköpfe zu sehen.

Market Ayuttaya Municipality

Markt mit Essensständen und ein paar Verkaufsständen. Nach der Bootsfahrt wird man dort ausgeladen.

Malakor Kitchen and Cafe

Sehr schönes Restaurant mit Blick auf den abends beleuchteten Wat. Das Essen ist sehr gut und günstig und die vegetarischen Speisen sind umfangreich.

Sikram

Sehr hübsches, kleines Restaurant mit aussergewöhnlichen vegetarischen Gerichten. Die Soyaproteinalternativen sind sehr lecker und es wird hübsch angerichtet serviert.

Your home AYUTTHAYA

Eine wirklich sehr angenehme Unterkunft, die alles hat was man braucht. Gleich davor gibt es gute Restaurants und Bars, Supermarkt in der Nähe. Einzig die Wats sind etwas weiter. Die Bootsfahrt kann man gleich buchen und wird im Hotel abgeholt.
Wir haben für 3 Nächte 49.00 inkl. Frühstück bezahlt, also CHF 16.35 / Nacht

Eine wirklich sehr angenehme und interessante Anreise ist die Reise mit dem Zug. Die Dauer ist so, dass man das auf jeden Fall gut machen kann. Und entgegen der Befürchtungen ist es weder voll, hektisch noch will jeder einem etwas verkaufen. Am Bahnhof wird einem ohne Verkaufsabsicht geholfen. Einfach zum Bahnhof Hua Lamphong in Bangkok gehen und das Ticket dort lösen. Züge fahren sicher alle Stunde. Hier findet ihr einen ungefähren Überblick über die Fahrzeigen. Die stimmen aber nicht mehr so. https://www.thailandtrains.com/train-times-tickets-bangkok-to-ayutthaya/ Bei 12goAsia bekommt ihr nur Expresszüge vom Bahnhof weit ausserhalb angezeigt. Die Fahrt dauert etwa 1.45 – 2h.
Bangkok – Ayutthaya CHF 0.40 / Person einfach (nein kein Schreibfehler)

Im Geschichtspark von Ayutthaya gibt es natürlich noch viele weitere Wats beziehungsweise Tempel zu sehen. Wir haben uns die oberen angesehen – die 3 letzten im Zusammenhang mit einer Bootsfahrt zur goldenen Stunde.  Für uns war das genug, auch wenn uns der grosse liegende Buddha gereizt hat. Nach Bangkok und im Wissen, dass wir bald in Ankor Wat sind, haben wir es aber dabei belassen. Es lohnt sich auf jeden Fall länger in Ayutthaya zu bleiben, da es viel zu sehen gibt, nicht nur die Tempelanlagen.

Weitere Infos und Eindrücke wie immer bei Pingu

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