Georgetown Penang

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George Town ist die Hauptstadt der Insel Penang, welche durch zwei Brücken und Fähren mit dem Festland verbunden ist. Die Blütezeit der Insel begann sicher als Handelspunkt an der Strasse von Malaka. Der grösste Teil der Bewohner sind Chinesen, bzw. Baba Nyonya.

Baba Nyonya werden die Nachfahren von chinesischen Einwanderern bezeichnet, die malaysische Frauen aus Penang heirateten. Ihre männlichen Nachfahren nennen sich ‚Baba‘, die weiblichen ‚Nyonya‘. Durch diese interkulturellen Ehen wird die Kultur der Baba-Nayona durch chinesischen und malaiischen Elementen geformt. Das Alltagsleben, wie beispielsweise Sprache und Küche, wird von malaiischen Elementen bestimmt, während bei Religion und wichtigen Bräuchen wie Hochzeiten, Begräbnissen und Ahnenverehrung die chinesischen Traditionen erhalten blieben. Das kulturell vorherrschende chinesische Element blieb dauerhaft erhalten, da auch in den folgenden Generationen Ehen meist innerhalb der ethnischen Gruppe oder mit Chinesen geschlossen wurden.

In der multikulturellen malaysischen Gesellschaft sollte durch eine nationalistische Regierung das malaiische Element staatlich gefördert dominieren. Dies führt im Gegenzug zu einer räumliche Trennung der Wohngebiete der chinesischen und indischen Minderheitsethnien: Man lebt zwar zusammen in einem Staat, jedoch wird in den Gruppen teils auch Abgrenzung betrieben. Die malaysische Gesellschaft ist somit keine einheitlich gewordene Mischkultur, sondern die einzelnen Gruppen leben eher nebeneinanderher und tolerieren halbwegs friedlich die Anwesenheit „der anderen“. Auch wenn man als Besucher den Eindruck hat, das ist ein ganz wundervolles Nebeneinander, ist es das vielleicht ja nicht.

Penang ist recht gross und nicht unbedingt eine Strand- und Badeinsel. Hauptort und heute Touristenanziehungspunkt ist Georgetown. Dort findet man viel Leben, historische Geschichte, grossartige Restaurants, Streetart, zahlreiche Moscheen, hinduistische und chinesisch-buddhistische Tempel.


Streetart

Ich würde nicht sagen, wie oft gelesen, dass Georgetown die Hauptstadt der Streetart ist. Ich habe z.B. im Baltikum und in Spanien mindestens vergleichbares gesehen. Aber es ist auf jeden Fall grossartig und wert, diesen Kunstwerken nachzugehen. Dabei sieht man auch viele hübsche Ecken der Stadt. Auch wenn man ein bisschen das Gefühl hat, dass die Streetart als Touriattraktion an guter Position erstellt wurde. Dafür gibt es auch eine eigene Homepage streetartpenang.com

Chew Jetty

Der Chew Jetty gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Chew Jetty ist eine der sechs Clan Jetties in Penang. Die Pfahlbausiedlung wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und diente Auswanderern aus der Fujian Provinz in China als neue Heimat. Die Chinesen waren umtriebige Kaufleute. Deren erfolgreichste Familien wuchsen zu mächtigen Clans heran, die ihre eigenen Clanhäuser hatten. Und die Häuser wurden auf dem Wasser gebaut, weil man dort anscheinend bis heute, keine Steuern bezahlen muss.
Heute gibt es auf den Stelzhäusern zahlreiche Souvenirgeschäfte und Läden – aber die Menschen leben immer noch hier – vor allem die älteren wollen diesen Jetty nicht verlassen.

Hin Bus Depot

Kunst, Handwerkshop und verschieden Märkte die hier stattfinden. Zudem ein tolles Gebäude das lohnt vorbeizuschauen.

Tempel und Moscheen

Wer in Georgtown unterwegs ist, kommt immer wieder an welchen vorbei. Hier ein kleiner Blick darauf.

Kapitan Keling Mosque

Die Kapitan-Keling-Moschee wurde 1801 von indischen Händlern erbaut, die sich in Penang niedergelassen hatten. Das ursprüngliche Gebäude bestand aus einem quadratischen Raum. Die verwendeten Steine stammten aus Indien. Die atemberaubende Erscheinung der Moschee ist das Ergebnis verschiedener Umbaumaßnahmen. Bei den Renovierungen 1930 und 2003 wurden besonders umfangreiche Veränderungen vorgenommen.
Es ist eine gut besuchte Moschee und es ist spannend dem Treiben zuzusehen. Den Bereich der Frauen haben wir jedoch nicht entdeckt – vielleicht im Hinterhof?

Goddess Of Mercy Temple

Der Tempel ist dem buddhistischen Bodhisattva der Barmherzigkeit, Guan Yin, gewidmet. Allerdings wurde er ursprünglich für die Verehrung von Mazu, einer Meeresgottheit, errichtet. Nach der Gründung von George Town im Jahr 1786 strömten Scharen chinesischer Einwanderer in die Stadt, was dazu führte, dass der Tempel im Jahr 1800 in einen Tempel umgewandelt wurde, der Guan Yin gewidmet war. Einfach vorbei schlendern und rein gucken.

Sri Mahamariamman Temple

Wenn man diesen hübschen Tempel besucht, ist man direkt in einem besonders hübschen Little India.

Lift Kok Lok Si

Der Kek Lok Si Tempelist eine chinesisch-buddhistische Tempelanlage in einem Vorort von George Town auf der Insel Penang. Er ist einer der grössten Tempel seiner Art in ganz Südostasien und gilt als grösster buddhistischer Tempel in Malaysia. Sein Name lässt sich mit ‚Tempel des höchsten Glücks‘ übersetzen.

In der Architektur und die Rituale zeigen eine Verschmelzung von buddhistischen Glaubensinhalten mit taoistischen Ritualen und Wahrsagerei.

Die Errichtung des Tempels begann 1890, er konnte nach mehr als zwanzigjähriger Bauzeit 1910 eingeweiht werden. Im Jahr 1930 wurde die Pagode der 10.000 Buddhas fertiggestellt, die über mehrere Jahrzehnte die prägende Struktur der Anlage blieb. Die Pagode ist ein siebenstöckiges, 30 m hohes Gebäude, das Baustile verschiedener buddhistischer Länder in sich vereinigt: die Basis gilt als chinesisch, der Mittelbau der thailändischen und die Spitze der burmesischen Architektur entlehnt.

Eine Pagode ist ein markantes, mehrgeschossiges, turmartiges Bauwerk, dessen einzelne Geschosse meist durch vorragende Gesimse oder Dachvorsprünge voneinander getrennt sind. Umfangreiche Spenden, insbesondere aus der unternehmerisch erfolgreichen chinesischen Bevölkerung Malaysias, ermöglichten jedoch einen weiteren Ausbau der Anlage, der auch bis zum heutigen Tage nicht abgeschlossen ist.

Im Jahr 2002 konnte die 36 m hohe Bronzestatue Kuan Yin (weiblicher Bodhisattva des Mitgefühls) eingeweiht werden, die gemeinsam mit der Pagode nachhaltig das Erscheinungsbild des Tempels prägt. Von 2005 bis 2009 wurde ein Pavillon zum Schutz der Statue erbaut. Die Statue ist leider nur während des chinesischen Neujahrs zugänglich. Dann bleibt die Tempelanlage für einen Zeitraum von 30 Tagen bis spät in den Abend geöffnet und wird dabei von mehreren tausend Lampen in ein einzigartiges Lichtermeer verwandelt. Ohne den Zugang, guckt man von unten und soo bekommt man nicht wirklich ein Gefühl, wie riesig sie ist. Es würde etwa einen 13 stöckigem Haus entsprechen.

Er passiert dabei auch einen sogenannten Liberation Pond, einen Teich, in dem Schildkröten in eine (wenn auch umgrenzte) Freiheit entlassen wurden, um damit das eigene Karma aufzubessern. Der Teich sieht aber nicht unbedingt nach einem perfekten Lebensraum aus und ist sicher auch überbelegt. An anderen Teichen wird dann ausdrücklich verboten, Schildkröten auszusetzen.

Mit einem Aufzug fährt man in 3 Etappen gegen eine Gebühr von RM 8 (ca. CHF 1.80) zu einer erhöhten Plattform. Erst ein Schräglift, dann ein golfcarähnliches Gefährt und dann nochmals ein Schräglift.  Vor dem ersten Lift rechts gibt es noch den Liberation Pond, einen Teich, in dem Schildkröten in eine (wenn auch umgrenzte) Freiheit entlassen wurden, um damit das eigene Karma aufzubessern. Der Teich sieht aber nicht unbedingt nach einem perfekten Lebensraum aus und ist sicher auch überbelegt. An anderen Teichen wird dann ausdrücklich verboten, Schildkröten auszusetzen. In den Zwischenstationen muss man immer in sehr vollen, grellbunten Shops mit allerlei Weltlichem und anderem Kram vorbei. Oben gibt es dann die Möglichkeit verschieden Wünsche für den Wünschebaum zu kaufen und vermutlich auch Ziegel fürs Dach.

Auch wurde als wir da waren fleissig gebaut. Vermutlich weil das Chinesische Neujahr naht und man die Anlage rausputzet.

Den Rückweg runter kann man gut zu Fuss machen, auch wenn es kaum ausgeschildert ist, findet man runter. Man muss vor der Statue links über den Parkplatz runter laufen.

Die Tempelanlage ist ein Ausflug wert. Auch wenn es an vielen Stellen den Eindruck macht, das kostenlose Angebot zu Geld zu machen. Lift CHF 3.60 = CHF 1.80 / Person


Nach 3 Nachtessen die einfach so gut waren haben wir verhandelt, in welcher Reihenfolge wir nochmals hin gehen. Das Indische Restaurant war wohl das Beste auf der Reise bisher.

Woodlands Vegetarian Restauran

Einfach sooo gut ! Die Samosas sind die Besten, die wir je gegessen haben. Und das Chana Masala  – ach eben alles war grossartig und individuell im Geschmack.

Vegan Falafel Penang

Vielleicht klingt das komisch, aber es waren wohl wirklich die besten Falafel und ich mache die ja gerne auch komplett selber. Auch das Humus und Baba Ganoush war toll.

Pinxin Vegan Cuisine

Abgesehen von der sehr schönen Atmosphäre spürt man in diesem Lokal, dass eine tiefe Überzeugung für veganes Essen und die Qualität der Produkte dahinter steckt. Das Lokal ist etwas ausserhalb, der Weg lohnt sich auf jeden Fall! Solche vegane Gerichte haben wir noch nie gegessen und es war wirklich ein Geschmackserlebnis. Das wirklich passende Lokal, auch für meinen Geburtstag.https://pinxinvegan.com

Bagel’s Dream

Tolle, hausgemachte Bagels mit Frischkäseaufstriche. Das alles ohne ein bisschen Süss, was bemerkenswert ist. Und ja ich schreibe es schon wieder, der beste Kaffee in Malaysia. Die Besitzerin hat so bezaubernd auf unser „no sugar“ reagiert. Natürlich ohne Zucker!


Attic Hotel

Neueres Hotel, das wirklich sehr hübsch ist. Wir hatten auch einen grossen Balkon zum Abends noch etwas draussen sitzen. Entgegen von Google-Kommentaren war  das Personal sehr freundlich und teilweise echt witzig. Einzig die Karaokebar, die auch Wochentags bis 2 Uhr alles rundum beschallt hat, war etwas fies.

164 CHF / 6 Nächte = 27.30 / Nacht


2 Brücken, Fähren und einen Flughafen verbindet die Insel mit dem Festland.

Wir sind von Pulau Pankor angereist. Die Reise begann sehr früh, damit wir um 08:15 die Fähre erwischen um rechtzeitig beim Bus Lumut – Butterworth zu sein. Aus einer gut 2 stündigen Fahrt gemäss Google werden durch 4 Stopps und tanken dann über 3 Stunden.

In Butterworth geht es dann weiter zur Fähre. Speziell, dass man im Busbahnhof erst in den oberen Stock muss und dann direkt rüber laufen kann. Unsere Rollkoffer haben sich bis jetzt sehr bewährt und mein Rücken dankt es. Und dann noch mit dem Grab zum Hotel.

Taxi Pankor CHF 3.60

Fähre Pankor – Lumut (Rückfahrt kostenlos)

Bus Lumut – Butterworth CHF 10.50

Fähre Butterworth – Penang CHF 0.80

Grab CHF 1.70Anfahrt CHF 8.30 / Person


Uns hat George Town sehr gut gefallen. Es hat einen besonderen Charme und als wir aus dem Grab stiegen haben wir zum ersten Mal auf unserer Reise einen effektiven Fussgängerbereich zu schlendern gesehen. Wir angenehm, mal nicht immer zu schauen nicht zu stolpern, in einen offenen Abwassergraben zu treten oder fast umgefahren zu werden. Ausserdem haben wir einfach sehr gut gegessen. Und beim 4. Versuch haben wir es auch geschafft, Linsen zum Tauchen zu bekommen. Macht es nicht wie ich und denkt, Malaysia ist das land wo die meisten Linsen hergestellt werden und dann kaufe ich doch dort. Das stimmt zwar, aber offensichtlich haben Asiaten andere Formen der Augen und sie müssen immer bestellt werden. Sie haben auch mehr gekostet als bei uns Online bestellt.

Weitere Infos und Eindrücke wie immer bei Pingu

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